Genitals on Trial

Performative Installation, Live-Zeichnung, Dauer etwa 1,5 Stunden

„Genitals on Trial“ ist verknüpft mit der Installation „Genital Call“ und diskutiert eine erzwungene Debatte über/Auseinandersetzung mit Intimsphäre sowie die Frage, für wen diese gewahrt bleiben darf.

Ein_e Gerichtszeichner_in sowie ein_e Protokollant_in sind vor Ort. Besucher_innen haben die Chance, Teil der Arbeit zu werden, indem sie in einer Audiokabine eine Beschreibung ihrer Genitalien einsprechen. Die/der Gerichtszeichner_in hört per Kopfhörer mit und setzt live die Worte in Skizzen um. Parallel wird protokolliert.

Beides – Zeichnung und Protokoll – können als großformatige Übertragung live verfolgt werden.

Collagierte Medienberichte zu den vielfach kritisierten Prozessen komplettieren als dritte Projektion das 1,5-stündige Event. Neben der Debatte um das Recht auf Privatsphäre interessiert die Gegenbehauptung zu der Annahme, es gäbe ausschließlich zwei Geschlechter.

Das installative Live Event reagiert auf Gerichtsurteile in England und Schottland, bei denen junge Transsexuelle zu Haftstrafen verurteilt wurden, weil sie sich während eines Rendezvous nicht zu ihrer Geschlechtsidentität bzw. dem Aussehen ihrer Genitalien äußerten.