Besucher_innen haben die Chance, Teil der Arbeit zu werden, indem sie in einer Audiokabine eine Beschreibung von Genitalien einsprechen.

Mit der Installation „Genital Call“ reagiert das Künstlerduo Giegold/Weiß auf Gerichtsurteile in England und Schottland, bei denen von Transsexuellen erwartet wird, sich zu ihrer Geschlechtsidentität bzw. dem Aussehen ihrer Genitalien bei einem Rendezvous zu äußern.

Ein Event mit Live-Zeichnung ist Teil der Installation.

Besucher_innen haben die Chance, Teil der Arbeit zu werden, indem sie in einer Audiokabine eine Beschreibung von Genitalien einsprechen.

Eine Gerichtszeichnerin hört per Kopfhörer mit und setzt live die Worte in Skizzen um. Parallel wird protokolliert.

Beides – Zeichnung und Protokoll – können als Projektionen verfolgt werden.

Bei dem etwas anderen Public Viewing sehen Betrachtende unmittelbar, wie die Beschreibungen in verschiedene Medien übersetzt werden. Collagierte Medienberichte zu den vielfach kritisierten Prozessen komplettieren als dritte Projektion das halbstündige Event.