Genital Call

Multimediale Installation

„Genital Call“ diskutiert eine erzwungene Debatte über/Auseinandersetzung mit Intimsphäre und die Frage, für wen diese gewahrt bleiben darf.

Eine von Giegold & Weiß initiierte Ausschreibung bat um Beschreibungen der eigenen Genitalien.

Sie war hauptsächlich an Cis*sexuelle adressiert, um gesellschaftlich als „natürlich“ und „normal“ eingeordnete Genitalien in einen juristischen Kontext zu platzieren und durch den Wechsel der Medien einer Verzerrung auszusetzen.

Die visuelle Umsetzung dieser Beschreibungen wurde bei professionellen Gerichtszeichner_innen in Auftrag gegeben.

Ausstellungsbesucher_innen konnten die Interpretationen der Gerichtszeichner_innen durch eigene Skizzen ergänzen.

Die eingereichten Texte wurden von elf Sprecher_innen eingesprochen und sind über Kopfhörer hörbar. Ferner sind sie auf einem Bildschirm in deutscher Gebärdensprache sichtbar.

Die Installation reagiert auf Gerichtsurteile in England und Schottland, bei denen junge Transsexuelle zu Haftstrafen verurteilt wurden, weil sie sich während eines Rendezvous nicht zu ihrer Geschlechtsidentität bzw. dem Aussehen ihrer Genitalien äußerten.